Die Knicklast

Haben Sie bereits Lagerregale in Ihrem Unternehmen oder beabsichtigen Sie, z.B. ein Palettenregal (Schwerlastregal) zu kaufen? Dann haben Sie sicherlich schon einmal den Fachbegriff „Knicklast“ gehört oder gelesen.


Definition

Die Knicklast ist ein Begriff aus der technischen Mechanik. Die Kraft, durch die ein Bauteil in eine labile Lage gerät, wird Knicklast genannt. Unter „Knicken“ versteht man bei geraden Ständerprofilen den Verlust der Stabilität. Dies ist der Fall, wenn der Palettenregalständer durch ein seitliches Knicken die Funktionsfähigkeit verliert. Dies geschieht unter Druckerhöhung vor Erreichen der Quetsch-bzw. Stauchgrenze. Es liegt kein Versagen des Werkstoffes, sondern ein plötzliches und schlagartiges Versagen der Form des Bauteils vor. Der Palettenregalständer verliert durch die Druckkraft sein stabiles Gleichgewicht.


Faktoren für das Knicken von Regalständern

Die Knicklast hängt von fünf korrelierenden (in Zusammenhang miteinander stehenden) Faktoren ab:

1. Länge bzw. Höhe des Regalständers

2. Beanspruchungsart

3. Querschnittsform der Ständerprofile

4. Materialeigenschaft

5. Lagerung der Stabenden (Stützung, Einspannung, Auflagerung)


Eulersche Knickfälle

Leonhard Euler hat das Knicken von langen, dünnen und elastischen Stäben als erster untersucht. Er benennt vier Fälle - die „Eulerschen Knickfälle“. Die Knickfälle gelten für Stäbe mit einem konstanten Querschnitt über die ganze Länge. Euler ermittelte die kritische Druckkraft. Bei Überschreiten dieser Druckkraft tritt das Knicken ein. Es gibt mathematische Berechnungen, die jedoch für den Kunden beim Kauf eines Palettenregales nur schwer bis gar nicht anzuwenden sind.


Sicherer Betrieb der Regalanlage

Beim Betrieb eines Lagerregales sind daher unbedingt die Angaben des Herstellers zur Feld- /Fachlast und zur Knicklast zu beachten. Ein Knicken der Ständerprofile bei Schwerlastregalen und damit der Verlust des Gleichgewichtes, kann gravierende Folgen haben. Im schlimmsten Fall ein Einsturz der gesamten Regalanlage wie beim Dominoeffekt und verheerende Unfälle.


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